| schlittermann |
Auf einfachen Wunsch … eine unvollständige Anleitung, wie immer hilft
aber eigentlich das Manual (man -k lvm) weiter.
Mit LVM wird es möglich, den zur Verfügung stehenden Festplattenplatz relativ dynamisch an die Anforderungen anzupassen. Um die einzelnen Begriffe zu verstehen, ist vielleicht das folgende Bild hilfreich:
Physical Volumes (Partitionen, ganze Festplatten) (PV)
/dev/hda /dev/hdc4 ...
\ | /
\ | / pv*
\ | /
[ verfügbarer Platz ]
/ \ Aufteilung in Volume Groups (VG)
/ \ vg*
[ Volume ] [ Volume ]
[ Group ] [ Group ]
/ \ .. ..
/ \ Aufteilung in Logical Volumes (LV)
/ \ lv*
[ Logical ] [ Logical ]
[ Volume ] [ Volume ]
$ su -
$ Password:
# cfdisk /dev/XXX
# vgscan
# pvcreate /dev/XXX
# vgcreate /dev/XXX
# lvcreate -L 500G vg1
# mke2fs -j /dev/vg1/lvol1
# mount /dev/vg1/lvol1 /data
# _
Um das LVM-System zu initialisieren ist ein einmaliger Aufruf von
vgscan notwendig. Es werden /etc/lvm*-Files
angelegt.
Zuerst müssen die physischen Datenträger dem LVM “übereignet” werden.
(Hier hilft fdisk -l beim Finden von Datenträgern und
Partitionen. Werden reale Partitionen verwendet, sollte der verwendete
Partitionstyp dann 8e bzw. Linux LVM sein.
pvcreate /dev/sdapvdisplay /dev/sdapvscanJeder der zu verwendenden Datenträger wird also mit
pvcreate behandelt. Die Gesamtheit dieser Datenträger
bildet dann den Pool der verfügbaren Blöcke (PE - Physical Extends).
Und natürlich gibt es noch weitere Kommandos (Verschieben der Daten eines PV etc.)
Nun können Volume Groups (VG) angelegt werden. Ein VG ist am besten vergleichbar mit einer Festplatte, auf der dann später noch Partitionen eingerichtet werden. Beim Anlegen der VG ist es erforderlich, mit anzugeben, auf welchen physischen Devices diese Volumegroup beheimatet sein soll. Wir könnten also z.B. eine VG für unsere Videos (große, billige Platten) und eine andere VG für unsere Kunden-Datenbank (teure, hochwertige Platten) anlegen.
vgcreate /dev/sda /dev/sdbvg1 an. Die Daten dieser VG werden dann auf
/dev/sda und /dev/sdb verteilt.
vgdisplay vg1vgscanvgchange -a n vg1 (dann
vgremove vg1)Und es gilt das selbe wie oben: Es gibt noch mehr Kommandos für VGs
(Verändern etc.) Die Tabulatortaste ist Ihr Freund:
vg<TAB><TAB>.
Wenn das geschafft ist, müssen nur noch die Logical Volumes (vergleichbar mit Partitionen) angelegt werden. Jetzt ist der Augenblick der Größenbestimmung gekommen…
lvcreate -L 100G vg1mkfs /dev/vg1/lvol1). Der Name lvol1 ist der
Default-Name und wurde von lvcreate gewählt.
lvdisplay /dev/vg1/lvol1lvscanlvextend -L
200M /dev/vg1/lvol1lvremove /dev/vg1/lvol1Und natürlich auch wieder hier: es gibt noch jede Menge weitere Kommandos.
Dafür sei einfach mal auf die Manual-Seiten und auf das Weltweite Web verwiesen :-)